Die Ortschaft liegt in einem, im Verlauf von Jahrmillionen, durch den Weißen Schöps gegrabenen Tal, auf uraltem Siedlungsboden. Spuren aus der Ur- und Frühgeschichte sind an mehreren Stellen der Ortschaften gefunden worden. Es liegt sogar die Vermutung nahe, daß der so sagenumwobene germanische Stamm der Burgunder, bevor er durch die Völkerwanderung an den Rhein verschlagen wurde, hier in unmittelbarer Nähe, am Limasberg Zwischenstation gemacht hat.
Die eigentliche, durchgehend nachweisbare Siedlungsgeschichte liegt jedoch nach dem Jahr 500 n. Chr., als sich durch die Wirren der Völkerwanderung alle germanischen Stämme ostwärts der Elbe in den Weiten Westeuropas und Nordafrikas verloren hatten.

Die nachrückenden Slawen, insbesondere sorbischer Abstammung, erkannten sehr wohl, welch fruchtbare Erde dieser Teil der Lausitzer Landschaft darstellt und siedelten sich hier an. Die Burgwallanlagen geben Zeugnis der Entfalltung einer durchgehenden Siedlungsgeschichte seit dem 5. Jahrhundert (Schanze, Kesselberg, Burgberg). Im 12./13. Jahrhundert wurde das Land von Deutschen, vor allem von Bauern und Handwerkern aus Bayern, Franken und Thüringen neu besiedelt. Das Schöpstal als eine ländliche Region ist durch lockere Siedlungsstrukturen geprägt. Dabei ist typisch, daß sich die Bauernhöfe, ebenfalls Drei- und Vierseitenhöfe, in den leichten Hanglagen mit Verbindung zu den Feldfluren befinden. Es erfolgte eine Siedlungsverdichtung durch Wohnbebauungen in den tieferen Tallagen. Diese Dörfer bezeichnet man aufgrund der Größe und des zu einer Wirtschaftseinheit gehörigen Grund und Bodens als Walhufendörfer.

Die Besiedlung erfolgte entlang des Bachverlaufes des "Weißen Schöps", dessen Bachauen insbesondere mit Feuchtwiesen und Streuobstwiesen bewachsen sind. Die erste urkundliche Erwähnung lag im 13. Jahrhundert. Durch weitere Entwicklungen der Ortschaften, z.B. den Bau von Kirchen, Wassermühlen, Jagdschlössern oder des Wasserschlosses Ebersbach, wurde der Ort immer wieder zu neuer Blüte und neuem Leben geführt. Der zweite Weltkrieg brachte großes Leid über die Bewohner. In unmittelbare kriegerische Handlungen war das Schöpstal glücklicherweise nicht einbezogen.
Im Ergebnis von Kreis- und Gebietsreform wurde 1994 durch Zusammenschluß der ehemalig selbstverwalteten Gemeinden Ebersbach, Girbigsdorf und Kunnersdorf eine neue Verwaltungsstruktur mit der Gemeinde Schöpstal gebildet.
Hier gehts zu Natur SchöpstalHier gehts zu Sehenswürdigkeiten Schöpstal