
Energiespartipps
Die Thematiken Klima- und Umweltschutz haben aktuelle und globale Brisanz. Betroffen und gefordert werden daher nicht nur Politik, öffentliche Behörden und Industrie sondern auch die privaten Haushalte.
Jeder Haushalt verbraucht in irgendeiner Form Energie. Egal ob beim Wäsche waschen oder beim Aufwärmen des Mittagessens. Gerade bei diesen alltäglichen Dingen kann man Energie sparen und zugleich „der Umwelt etwas Gutes tun“.
Aus diesem Grund wird jeden Monat im Amtsblatt des Verwaltungsverbandes Weißer Schöps/Neiße jeweils ein Energiespartipp veröffentlicht. Nachfolgend sind diese chronologisch nach ihrem Erscheinungsdatum zusammengefasst.
4. Mai 2009
Thema: Kochen & Backen
Erdgas, Induktionsfeld oder Glaskeramikkochfeld? Ein Blick auf die Betriebkosten bringt schnell Klarheit, mit welchem System man am meisten spart: Erdgasherde liegen deutlich vor der Konkurrenz. Auch Induktionsherde schneiden in Sachsen Energieeffizienz besonders gut ab: Sie brauchen rund 30% weniger Strom als herkömmliche Kochplatten. Allerdings funktionieren sie nur mit speziellen Kochtöpfen. Darüber hinaus gibt es viele einfache Rezepte zum Energiesparen beim Kochen und Backen:
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Immer den Deckel aufsetzen: Kochen mit Deckel spart etwa 75% Energie. | |
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Auf die Platte schauen: Der Topf sollte nie kleiner sein als die Herdplatte. | |
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Druck machen: Ein Dampfkochtopf verkürzt die Garzeit enorm. | |
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Restwärme nutzen: Schalten Sie Herd und Backofen 5-10 Minuten vor Ende der Garzeit aus. Auch das Vorheizen ist meist unnötig. |
Energiebedarf (in kWh), um einen Liter Wasser zum Kochen zu bringen.
Zusatz-Tipp: Durch den Kauf eines energieeffizienten Backofens sparen Sie bis zu 25% der Energiekosten.
Quelle: Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH
18. Mai 2009
Thema: Waschen
Waschmaschinen benötigen den meisten Strom, um das Wasser auf die gewünschte Temperatur zu bringen. Da lohnt es sich, öfter mit 30°C oder 40°C zu waschen, denn damit reduziert man im Vergleich zu einer 60-°C-Wäsche den Stromverbrauch um die Hälfte.
Auf porentiefe Reinheit müssen Sie dabei nicht verzichten, moderne Waschmittel packen den Schmutz schon im Niedrigtemperaturbereich. Lediglich bei stark verschmutzter Wäsche empfiehlt sich das 60-°C-Programm. Eine Kochwäsche ist heute in der Regel überflüssig.
Moderne Geräte können dank Mengenautomatik den Wasserverbrauch der Wäscheladung anpassen und sparen so Strom. Trotzdem ist eine volle Trommel immer am günstigsten! Selbst das „1/2“-Programm reduziert den Energieverbrauch lediglich um ein Drittel.
Zusatz-Tipp: Um Energie zu sparen, müssen Sie nicht mit der Hand waschen!
Quelle: Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH
19. Juni 2009
Thema: Stromsparen – Gönnen Sie Ihren Geräten eine Pause
In der Urlaubszeit heißt es Sonne tanken und die Seele baumeln lassen. Aber gönnen Sie nicht nur selbst eine Pause, sondern auch ihren elektronischen Geräten! Jeder Haushalt kann so bis zu 40 kWh Strom einsparen.
Die SAENA empfiehlt: Gehen Sie aufmerksam durch Ihre Wohnung, bevor Sie in den Urlaub starten! Überall, wo Sie Lämpchen leuchten sehen, sind Geräte im Stand-by, z.B. die Ladestation der elektronischen Zahnbürste, die Stereoanlage oder der Radiowecker. Ziehen Sie den Stecker von nicht benötigten Geräten!
Die Urlaubszeit eignet sich auch gut dafür, den Kühlschrank und das Gefrierfach endlich mal wieder abzutauen. Achten Sie nur darauf, die Türen aller abgeschalteten Kühlgeräte während des Urlaubs geöffnet zu lassen, damit sich kein Schimmel bildet.
Kosten die nicht sein müssen
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Gerät |
Stand-by Verbrauch |
Kosten pro Jahr |
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TV alt |
6 W |
8 Euro |
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Video/DVD |
6 W |
9 Euro |
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Hi-Fi-Anlage |
10 W |
13 Euro |
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PC/Monitor |
20 W |
27 Euro |
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2 Handy mit Ladegerät |
4 W |
6 Euro |
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Telefon |
2 W |
3 Euro |
(Strompreis: 20 Cent pro kWh; gerundete Werte)
Zusatz-Tipp: Ein ausgeschalteter PC kann bis zu 10 Watt pro Stunde Strom verbrauchen. Grund dafür ist das Netzteil.
Quelle: Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH
3. August 2009
Thema: Wäschetrocknen
Eine vierköpfige Familie gibt im Durchschnitt pro Jahr mehr als 100 Euro für den Betrieb des Wäschetrockners aus. Dabei geht es auch kostenlos:
Sonne und Wind sind den Stromfressern auf jeden Fall vorzuziehen. Im Winter tut es z.B. die Wäscheleine auf dem Trockenboden. Wer für diese umweltfreundliche Alternative keine Zeit oder Möglichkeit hat, kann dem Trockner die Arbeit erleichtern:
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Trockner mit Feuchtigkeitssensor: Diese Geräte schalten automatisch ab, wenn der gewünschte Trocknungsgrad erreicht ist | |
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Was für die Waschmaschine wichtig ist, gilt auch beim Trockner: Immer volle Ladung! | |
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Augen auf beim Kauf: Viele Geräte schaffen gerade mal die Energieeffizienzklasse C. Ablufttrockner, bei denen die feuchte Luft direkt ins Freie geleitet wird, sind sparsamer als Kondensationstrockner. Besonders effiziente Trockner nutzen interne Wärmepumpen. |
Quelle: Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH
2. September 2009
Thema: Geschirrspülen
Während sich für Singles die Anschaffung eines Geschirrspülers energetisch nicht lohnt, macht der Küchenhelfer in Mehr-Personen-Haushalten seine Aufgabe gut: Denn beim Wasser- und Stromverbrauch schneidet die Maschine im Vergleich zur Handspülung besser ab, vorausgesetzt Sie wählen das Sparprogramm. Das wäscht meist bei 50°C und ist für normal verschmutztes Geschirr bestens geeignet.
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Die Trommel volladen: Trotz diverser „1/2“-Programme ist es immer noch günstiger, einmal voll statt zweimal halb leer zu spülen. | |
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Vorspülen ist unnötig: Sparen können Sie sich das Vorreinigen des Geschirrs unter fließendem Wasser. | |
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Moderne Technik nutzen: In Häusern mit energieeffizienter Warmwasseraufbereitung können Geschirrspüler in der Regel an die Warmwasserversorgung angeschlossen werden. |
Wussten Sie schon…?
Die erste Spülmaschine erfand eine Frau: Josephine Cochran aus Shelbyville in den USA. 1886 erhielt sie als erste Frau ein Patent auf eine technische Erfindung. In privaten Haushalten setzte sich der Geschirrspüler allerdings erst in den Fünfzigern des 20. Jahrhunderts durch.
Zusatz-Tipp: Ein Wasserverbrauch von maximal 14 Litern pro Spülgang ist bei modernen Geräten heute Standard.
Quelle: Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH
5. Oktober 2009
Thema: Computer, Drucker & Co.
Computer, Drucker & Co. sind aus den meisten privaten Haushalten nicht mehr wegzudenken. Auch hier gilt: Das Nutzerverhalten trägt entscheidend zu einem niedrigen Stromverbrauch bei! Generell sind Notebooks wesentlich effizienter als vergleichbare Desktop-Computer.
Der wichtigste Aspekt beim Stromsparen ist die Energieverwaltung: Zeitgemäße PCs verfügen über eine Sparfunktion, die dafür sorgt, dass nur die Hardware-Komponente Strom verbraucht, die gerade benötigt wird. Alle anderen schaltet der Rechner automatisch ab und verringert so den Stromverbrauch um bis zu 90%.
Durchschnittlicher Verbrauch von Computern im normalen Arbeitsbetrieb
Bildschirmschoner sind beim heutigen Stand der Technik überflüssig und verbrauchen unnütz Strom. Am besten ist es, die Energieoptionen so einzustellen, dass sich der Monitor nach wenigen ungenutzten Minuten ausschaltet.
Zusatz-Tipp: Nutzen Sie die Funktion „Auto-Power-Off“, die moderne Fernseher und HIFI-Anlagen komplett vom Netz nimmt.
Quelle: Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH
2. November 2009
Thema: Strommessgerät
Etwa ein Drittel des privaten Stromverbrauchs geht auf das Konto von Kühlschrank, Waschmaschine & Co. Besonders alte Geräte verbrauchen viel mehr Strom als Sie denken - diesen Stromfressern können Sie mit einem Kontrollgerät auf die Spur kommen. So genannte Energiekostenmonitore werden zwischen Steckdose und Gerät angebracht und zeigen den Stromverbrauch sowie die entstehenden Kosten an. Hochwertige Kontrollgeräte können auch Geräte mit kleiner Leistungsaufnahme noch zuverlässig erfassen und dadurch versteckten Stromräubern auf die Schliche kommen. Kosten durch Stromverbrauch im Stand-by und Schein-Aus können so aufgedeckt und vermieden werden.
Energiekostenmonitore kann man ausleihen: Verbraucherzentralen, Umweltverbände, Stadtwerke oder Baumärkte bieten diesen Service häufig kostenfrei an. Auch die SAENA bietet Strommessgeräte zum Verleih an.
Quelle: Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH
7. Dezember 2009
Thema: Heizen
Die Umwälzpumpe sorgt als Herzstück der Heizungsanlage dafür, dass warmes Wasser zwischen Heizkessel und Heizkörper zirkuliert und so die Wohnung wärmt. Oft sind alte Pumpen echte Stromfresser, denn sie arbeiten häufig ineffizient und sind in der Regel überdimensioniert. Das EU-Energielabel bringt seit 2005 Klarheit: Optimierte Heizungspumpen der Klasse A verbrauchen bis zu 80% weniger Strom als Pumpen der Klasse D. Ihr Heizungsfachmann berät Sie gern!
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Pumpenlaufzeit optimieren: Gleichen Sie die Laufzeiten von Pumpe und Heizungsanlage an. So arbeitet die Pumpe nur, wenn die Heizung benötigt wird. An warmen Tagen bleibt sie komplett außer Betrieb. | |
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Ihre Heizungsanlage arbeite optimal, wenn alle Heizkörper gleichmäßig von warmem Wasser durchströmt werden. Das stellt ein so genannter hydraulischer Abgleich sicher. |
Damit keine Wärme verloren geht, schließen Sie beim Betreten oder Verlassen von beheizten Räumen die Türen. Durch den Abschaltbetrieb lässt sich über Nacht oder bei längerer Abwesenheit die Pumpenlaufzeit um bis zu zwei Drittel reduzieren. Damit senken Sie den Stromverbrauch der Umwälzpumpe und die Bereitstellungsverluste des Heizkessels.
Zusatz-Tipp: Lieber mal ein Grad zurückdrehen – das spart bis zu 6% Heizkosten.
Quelle: Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH
11. Januar 2010
Thema: Beleuchtung
Rund 11% des Gesamtstromverbrauchs wird in Haushalten für die Beleuchtung aufgewandt. Auch in modernen Wohnungen sind meist viel ineffiziente Systeme im Einsatz. Oftmals genügen bereits kleine Änderungen, um den Energieverbrauch zu reduzieren.
Herkömmliche Glühlampen sind gewaltige Verschwender: Sie wandeln gerade einmal 5-10% der elektrischen Energie in Licht um. Weitaus effektiver sind Energiesparlampen und infrarotbeschichtete Halogenlampen. Ihre Vorteile sind die längere Lebensdauer und der höhere Wirkungsgrad.
„Facility“-Energiesparlampen erzeugen unmittelbar nach dem Einschalten bereits eine hohe Helligkeit und können im Rahmen ihrer Lebensdauer beliebig oft ein- und ausgeschaltet werden.
Die Investition in effizienter Beleuchtung rechnet sich meist schon nach sehr kurzer Zeit:
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Ersetzen Sie Glühlampen durch Energiesparlampen. | |
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Reflektoren vermindern den Streulichtanteil. Dies ist vor allem wichtig, wenn eine bestimmte Fläche ausgeleuchtet werden soll (z.B. am Schreibtisch oder in der Küche). | |
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Halogenlampen sind nur geringfügig energieeffizienter als Glühbirnen. Setzen Sie eher infrarotbeschichtete (IRC) Halogenlampen ein. Sie sind ca. 20-25% energieeffizienter als herkömmliche Halogenlampen. | |
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Aquarien, Terrarien oder Zimmerpflanzen benötigen oft große Mengen Kunstlicht. Nutzen Sie hier z.B. Leuchtstoffröhren in T5-Technik mit hochwertigen Reflektoren oder Metalldampflampen mit Keramikbrenner und elektronischem Vorschaltgerät |
Auch Sie können durch Ihr Verhalten entscheidend zu einem niedrigen Stromverbrauch beitragen!
Lassen Sie Licht nur dort brennen, wo es auch tatsächlich benötigen. Zeitschaltuhren und Bewegungsmelder vermeiden in Kellerfluren, Treppenhäusern oder Hauseingängen eine unnötige Dauerbeleuchtung.
Helle Wände, Decken und Möbel reflektieren Licht und lassen Räume heller erscheinen. Vorhänge und Gardinen schlucken dagegen, selbst wenn sie nicht völlig geschlossen sind, bis zu 50% des Tageslichts.
Prüfen Sie, ob Schreibtisch- oder Stehleuchten mit Halogenlampen beim Ausschalten tatsächlich vom Stromnetz getrennt werden. In manchen Fällen verbleibt der Transformator am Netz. Dann benötigt die Leuchte auch im scheinbar ausgeschalteten Zustand weiterhin Strom.
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Glühlampe |
Energiesparlampe |
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Lebensdauer |
1.000 h |
10.000 h |
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Anschaffungspreis |
10 x 0,50 Euro |
10 Euro |
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Leistungsaufnahme |
100 W |
20 W |
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Stromverbrauch (nach 10.000 Betriebsstunden) |
1.000 kWh |
200 kWh |
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Stromkosten (bei einem Strompreis von 20 ct/kWh) |
200 Euro |
40 Euro |
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Gesamtkosten |
205 Euro |
50 Euro |
Vergleich Glühlampe mit Energiesparlampe (beispielhaft)
Wussten Sie schon…?
Erfunden wurde die Glühlampe von Thomas Alva Edison im Jahre 1879. In Australien soll sie zum Schutz des Klimas ab 2010 nicht mehr verkauft werden dürfen.
Zusatz-Tipp: Achten Sie bereits beim Kauf der Lampen auf die Energieeffizienzklasse A, denn diese sind am sparsamsten.
Quelle: Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH

