Ortsteil Wiesa

Geschichte des Ortes

Urkundlich wird Wiesa erstmals 1398 erwähnt, als ein Herr von der Wezen im Görlitzer Stadtbuch genannt wird. Vermutlich handelt es sich dabei um den Besitzer des örtlichen Herrensitzes.
Spätestens seit dem 16. Jahrhundert sind die Zugehörigkeit zur Niederrengersdorfer Kirche sowie das Rittergut Wiesa belegbar. Letzteres hatte bis in das 19. Jahrhundert die Grundherrschaft über den Ort inne.
Nach dem Wiener Kongress musste das Königreich Sachsen 1815 unter anderem einen großen Teil der Oberlausitz an das Königreich Preußen abtreten. Im Folgejahr wurde Wiesa in den neu gegründeten Landkreis Rothenburg (Ob. Laus.) eingegliedert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die westlich der Lausitzer Neiße gelegenen Anteile Schlesiens wieder sächsisch und Wiesa 1952 dem Kreis Niesky zugeordnet. Ebenfalls nach Kriegsende wurde das Rittergut enteignet und im Rahmen der Bodenreform neu verteilt. Dabei siedelten sich auch einige Neubauern in Wiesa an.
Die in Wiesa tätigen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften hatten etwa 670 Hektar Land bewirtschaftet und nahezu 800 Rinder gehalten, davon rund 400 Mastrinder.
Anfang der siebziger Jahre fanden im Kreis Niesky mehrere Gemeindezusammenschlüsse statt, zu denen auch die 1973 erfolgte Eingemeindung von Wiesa nach Kodersdorf zählt.


Namensherkunft

Der Ortsname entwickelte sich von Wezen (1398) über Wesen (1427), Wysse (1490) und Wiese (1719) hin zu Wiesa (1791). Der Name ist deutschen Ursprungs und bezeichnet einen Ort an den Wiesen. Dennoch erfolgte (vermutlich wegen der eher slawischen Endung -a) 1936 im Rahmen der Germanisierung slawischer Ortsnamen eine Umbenennung in Rabental. Bereits 1938 wurde das Dorf nochmals umbenannt, dieses Mal orientierte sich der Name Altwiese am ursprünglichen Namen. Wie bei den meisten umbenannten Orten im ehemals schlesischen Teil Sachsens erfolgte 1947 die offizielle Rückbenennung.

Wiesa Ortseingang
Denkmal am Ortseingang
Löschteich der FFW Wiesa
Kriegsdenkmal in Wiesa