
Kaltwasser beging 1985 sein 600 jähriges Bestehen, begründet auf die erste Erwähnung vom "Kaldinwasser" 1385. Der Dorfname geht sowohl auf die Ortslage im früheren Torfmoor mit dem "kalten Wasser" zurück. Zu Kaltwasser gehört seit 1950 das vorher zu Nieder-Rengersdorf gehörige Klein-Krauscha, das 1408 als "Cruschow" erwähnt wurde. Der Name wird von dem slawischen "krusida=Faulbaum" abgeleitet. Die Ziegelei Kaltwasser war bis 1990 Betriebsteil der Sächsischen Ziegeleiwerke Langburkersdorf. Am Heiligen Abend 1918 brannte das erste elektrische Licht in Kaltwasser. 1921/1922 wurde ein eigener Friedhof angelegt. Das liebevoll gepflegte Kriegerdenkmal erinnert an die Gefallenen des 1. Weltkrieges aus dem Dorfe. Das Ortsbild von Klein-Krauscha wird durch die mächtige Gutsanlage und durch den idyllisch gelegenen Dorfteich geprägt. 1952/1953 erbauten die Bürger von Kaltwasser ein Kulturhaus. Heute ist es ein beliebter Treffpunkt für die Jugend. Durch die rege Bautätigkeit in Kaltwasser und Klein-Krauscha sind in den letzten Jahren Häuser entstanden, die das Ortsbild ständig verändern und das Dorf verschönern.
Zodel "der Zipfel", "der Zoil" oder "der Zodel", wurde im Matrikel des Bistums Meißen im Jahre 1346 zum erstenmal urkundlich erwähnt. Der Name des Ortes hat im altsorbischen eine Bedeutung als Berglehne, etwa wie "Ort hinter der Berglehne". Zodel liegt in einem Talrandzipfel des Neißetales ca. 8 km nördlich von Görlitz und unmittelbar an der polnischen Grenze. Im Westen begrenzt ein Geländebruch des vermutlichen Urstromtales am Sportplatz die Ortschaft. Zodel wird in West-Ost-Richtung vom Dorfbach durchflossen, in der ursprünglich der Ort besiedelt worden ist. In der Ortsmitte befindet sich mit der Kirche, dem ehemaligen Gasthaus und dem ehemaligen Gemeindeamt ein historisch gewachsener Dorfkern. Von diesem ausgehend, entwickelte sich vorwiegend in südlicher Richtung eine Ortslage mit Drei- und Vierseithöfen, sowie einige kleinere Wohnhäuser. Die Bebauung wurde nach und nach verdichtet, wobei vorzugsweise Auenhäuser und kleine Wohnhäuser entstanden. Zodel ist ein typisches Waldhufen- bzw. Straßendorf. Heute haben sich in Zodel handwerkliches Gewerbe und Landwirtschaft etabliert.
Im südöstlichen Zipfel des Niederschlesischen Oberlausitzkreises gelegen, wurde die Neißeaue im Jahre 1995 als eine politisch-wirtschaftliche Verwaltungseinheit gebildet.
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